„Of Beasts and …“ ist eine düstere Reihe, die die Märchen Die Schöne und das Biest, Rotkäppchen und Blaubart adaptiert. Es sind kurze Novellen. Um die 100 Seiten und lassen sich schnell lesen. Es wird spicy, blutig und düster. Happy Ends? Ansichtssache.
Autor: Freya Dawn
Titel: Of Beasts and Roses
Reihe: Ja, aber unabhängig lesbar
Verlag: Selfpublish
Inhalt: Was ließ den Prinzen wirklich zum Biest werden?
Prinzessin Elea soll Prinz Damian aus dem zerbrochenen Königreich heiraten, um endlich Frieden zwischen die verfeindeten Reiche zu bringen. Doch schon bei der ersten Begegnung merkt sie, wie düster und verschlossen das Gemüt des attraktiven Königssprosses ist. Trotzdem wird sie seine Frau und folgt Damian auf sein Schloss, in dem sie mit ihrem neuen Mann schnell an ihre emotionalen und körperlichen Grenzen stößt.
Doch was ließ den Prinzen so eisig und dunkel werden wie eine verschneite Winternacht?
Warum scheint die geheimnisvolle Rose von Eleas Mutter zu ihr zu sprechen?
Und wohin verschwand Damians Vater, König Tristan wirklich?
Die Schöne und das Biest ist ein wünderschönes Märchen und hat so viel Potenzial für Adaptionen. Der Anfang fiel mir allerdings schwer. Der Schreibstil packte mich nicht so und ich fand es zunächst verwirrend. Der mittlere Teil konnte mich dann zurückgewinnen, obwohl ich einige Dinge unlogisch und unbefriedigt gelöst fand. Mir fehlte es an Informationen. Und zwei der Fragen aus dem Klappentext werden meiner Meinung nach gar nicht wirklich beantwortet. Das Ende passte zum düsteren Märchentelling, aber die Handlung selbst unterscheidet sich so stark von dem, was man aus dem Originalmärchen zur Vorgeschichte weiß, dass ich diese Novelle hier nicht als Vorgeschichte zu Die Schöne und das Biest sehen kann. Insgesamt fand ich die Idee der Story aber originell und wenn man daraus keine Novelle, sondern ein „richtiges“ Buch rausgemacht hätte, könnte ich mir vorstellen, dass das alles mehr Tiefgang gehabt hätte.
Titel: Of Beasts and Fire
Inhalt: Hörst du das Heulen in den Wäldern?
Smillas Freundin Ruby ist nicht aus dem Finsterwald zurückgekehrt und sie beschließt auf eigene Faust und trotz aller Warnungen, sie zu suchen. Auf dem Weg in das düstere Unterholz muss sie schnell feststellen, dass all die Geschichten von hungrigen, reißenden Bestien, die ihr als Kind erzählt wurden, nicht gelogen waren. Noch dazu hat Wren, der attraktive Sohn des Jägers, ein Auge auf sie geworfen und ganz andere Pläne mit Smilla. Tödliche Pläne …
Ein verfluchtes Dorf, ein mordendes Biest, eine gruselige Hexe und Mädchen, die nicht zurückkehren. Und wenn man dann noch von einem roten Cape liest, weiß man, dass hier von Rotkäppchen die Rede ist. Die Story gefiel mir. Wendungen überraschten und ich habe Smilla und ihrem Erwählten Glück gewünscht. Allerdings endete die Story wie schon beim ersten Band mit den Worten „Nicht das Ende“. Und ihr hier war ich sogar wirklich enttäuscht, dass ich nicht erfuhr wie es weiterging. Es ließ mich sehr unbefriedigt und mit vielen Fragen zurück. Schade.
Titel: Of Beasts and Secrets
Inhalt: Komm hinter sein Geheimnis und stirb!
König Osric ist ein wilder Draufgänger, ein angesehener Krieger und ein heißblütiger, dominanter Liebhaber. Die Frauen in seinem Reich reißen sich um ihn, aber er will nur die zarte Loris. Ihr Vater, ein mittelloser Jäger ist überglücklich über diese neue Verbindung und Loris folgt Osric auf seine einsame Burg in den Bergen.
Aber warum darf sie den Turm nicht betreten, zu dem der Schlüssel an Osrics Hals führt? Und wieso fühlt sich die sturmumtobte Burg mehr und mehr wie ein Gefängnis für sie an?
Dieser Teil hat mir am besten gefallen. Vielleicht, weil sich diese Novelle beendeter anfühlte und ich nicht das Gefühl hatte, dass mir ein Teil fehlte, wie es bei den anderen beiden gewesen war. Die Geschichte von Osric und Loris war auch nicht so düster und traurig wie die anderen. Hier schimmerte die Hoffnung und Liebe bis zum Ende hell in der Dunkelheit. Die Adaption gefiel mir. Sie gibt „Blaubarts“ töten seiner Frauen irgendwie einen Grund … das hört sich so falsch an, aber für diese düstere Welt passt.