Nachdem mir die ersten beiden Bände gefallen hatte, wollte ich auch die Geschichte der Vampire lesen. Und bis jetzt ist der dritte Band Duel with the Vampire Lord mein Liebling der Reihe. Der Klappentext gibt wirklich wenig Hinweise auf das, was das Buch beinhaltet und so wurde ich von der Entwicklung des Plots wirklich überrascht.
Autor: Elise Kova
Titel: Duel with the Vampire Lord
Reihe: Married into Magic Band 3 – einzeln lesbar
Verlag: SilberfischVerlag; Print im Carlsen Verlag
Inhalt: Schmiedin Floriane wird von allen geachtet. Denn sie fertigt die Waffen, mit denen die Vampirjäger ihr Dorf vor Angriffen schützen. Als Florianes Bruder vom Anführer der Vampire tödlich verletzt wird, greift sie jedoch selbst zum Schwert, bereit, ihr Leben zu opfern. Aber Vampirfürst Ruvan will nicht ihren Tod … er will sie. Er entführt Floriane in sein Schloss, um sie mit einem Blutschwur an sich zu binden – in Körper und Geist. Nur so kann er beweisen, dass die Vampire keine Monster, sondern ein verfluchtes Volk sind. Doch um den Fluch zu brechen, müsste Floriane ihre Herkunft verraten …
An Hörbüchern sitze ich ja immer länger. Nicht weil sie schlecht gesprochen sind oder mich die Story langweilt. Sondern, weil ich immer nebenbei irgendwas machen muss und dann merke, dass ich nicht mehr zugehört habe. Deswegen habe ich auch fünf Wochen zum Hören des Buches gebraucht.
Floriane war mir gleich sympathisch. Eine sehr erwachsen wirkende Frau, die ihre Rolle als Schmiedemaid und die damit einhergehenden Regeln und Erwartungen zu akzeptieren scheint. Erst als sie vom Vampirfürsten Ruvan mit in sein Reich genommen wird, erwacht in ihr wieder der Wunsch nach der Freiheit eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen. Dieser Zwiespalt zwischen ihren eigenen Wünschen und den Erwartungen ihrer Mitmenschen in der Heimat war schön dargestellt.
Gemeinsam mit ihr decken wir die Wahrheit über die Vampire auf und Floriane muss so einiges an Vorurteilen abbauen. Aber nicht nur sie, auch die Vampire haben die Menschen falsch eingeschätzt. Das Kennenlernen und auch der Vertrauensaufbau zwischen Floriane und der Gruppe der Vampire fand ich glaubwürdig dargestellt. Es ist nicht einfach dar, sondern muss erarbeitet werden. Von beiden Seiten.
Der Plot konnte immer wieder mit neuen Wendungen überraschen. Ich war mir ab der Mitte des Buches sehr sicher, was der „Fluchanker“ sein könnte, musste dann aber am Ende feststellen, dass ich total falsch lag. Und das hat mich sogar richtig gefreut. Ebenfalls hat es mich gefreut, dass sich die Suche nach dem Fluchanker und die Liebesgeschichte in der Waage halten. Es war für mich schön ausgewogen. Es gab genug Raum für die Romantik, aber auch ausreichend Platz fürs Worldbuilding. Und die Einblicke in die Welt der Vampyre und ihre Blutmagie fand ich richtig interessant. Schade, dass ich nicht noch tiefer eintauchen konnte, aber das hätte der Plot meines Erachtens auch nicht hergeben können. Warum? Das wäre jetzt ein ziemlich großer Spoiler, weswegen ich hier schweigen werde.

