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Der Marchese 2 – Der Schwur der Schlange

Kehren wir zurück zum Ende des 18. Jahrhunderts und begleiten dem Meisterspion Riccardo Visconti Marchese della Motta auf sein neues Abenteuer.

Autor: Barbara Drucker
Titel: Der Schwur der Schlange
Seiten: 464
Reihe: Der Marchese Band 2
Verlag: Selfpublish

Inhalt: Als Schlangenkrieger schwört der Marchese della Motta, alle Mitglieder des Geheimbundes mit seinem Leben zu beschützen. Dieser Schwur wird auf eine harte Probe gestellt, als er Giovanni Marconi in Sicherheit bringen soll, denn Marconi bekleidet nicht nur den Rang, den er selbst im Schlangenorden einnehmen will, sondern begegnet ihm auch mit unverhohlenem Hass. Trotzdem schmuggelt er Marconi in einem wahren Husarenstück aus Straßburg und flieht mit ihm nach Deutschland. Sein Erzfeind Leone setzt sich ebenso auf ihre Fährte wie Cesare Scarlatti, der oberste Schlangenkrieger.

Zwei Jahre sind seit den Geschehnissen des ersten Bandes vergangen. Wir befinden uns nun ein Jahr vor dem Ausbruch der Französischen Revolution, und es liegt eine spürbare Unruhe in der Luft. Die Weisen des Schlangenbundes scheinen bereits zu ahnen, dass die Bürger bald nicht mehr nur Flugschriften verteilen werden. Die Halsbandaffäre in Frankreich bringt eine wichtige Schlange in große Gefahr, und der Marchese erhält den Auftrag, ihn zu retten. Eine Mission, die nicht nur seine Loyalität gegenüber dem Orden auf die Probe stellt, sondern ihn auch zurück in das Fürstentum seiner geliebten Charlotte führt.

War im ersten Band die aufgetragene Mission das Wichtigste für den Marchese, gerät er hier zunehmend in einen Zwiespalt. Auf der einen Seite muss er die Schlange Marconi vor Leone beschützen, der seinen Hass auf Riccardo nie abgelegt hat und ihn weiterhin vernichten will. Zudem tauchen weitere Schlangenkrieger auf, und der Marchese muss herausfinden, wem er wirklich trauen kann. Auf der anderen Seite steht seine Beziehung zu Charlotte auf dem Spiel. Nicht nur, weil ein anderer Mann um sie wirbt, sondern auch, weil Riccardos Geheimniskrämerei kein guter Grundstein für eine stabile Beziehung ist. Und dann ist da noch Charlottes eigenes Geheimnis.

Der Erzählstil ist wie schon im ersten Band wieder wunderbar gelungen. Die Handlung verläuft stellenweise sehr rasant, was gut passt, da auch der Marchese kaum zur Ruhe kommt. Trotzdem konnte ich dem Geschehen jederzeit gut folgen. Gleichzeitig gibt es immer wieder ruhige Szenen, in denen man meiner Meinung nach sehr intensiv die Gefühle des Marchese miterleben kann, selbst dann, wenn die Szenen nicht aus seiner Perspektive geschildert sind.

Mit Scarlatti hat die Autorin neben Riccardos Erzfeind Leone eine weitere interessante Figur eingeführt. Oft wusste ich nicht, wie ich sie einschätzen soll oder welche Ziele sie eigentlich verfolgt. Genau das hat für zusätzliche Spannung gesorgt und viele Fragen aufgeworfen. Fragen, die auch nach dem Ende des Buches noch bleiben. Zwar ist auch dieser Band wieder eine abgeschlossene Mission, doch gleichzeitig bleibt vieles offen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit dem Marchese weitergeht. Und auch die Gräfin hoffe ich im nächsten Band wiederzusehen. Ich gestehe, sie ist mein Lieblingscharakter.

Neben dem Marchese, der Gräfin und Leone tauchen natürlich auch weitere bekannte Gesichter aus dem ersten Band auf. Giacomo leider viel zu selten, aber Nebencharaktere müssen der Geschichte dienen und dürfen sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängen. Trotzdem habe ich mich gefreut, sie alle wiederzutreffen und zu sehen, wie sehr sie sich verändert haben.

Fazit:

Mit „Der Schwur der Schlange“ zieht uns Barbara Drucker tiefer in die Geheimnisse des Ordens und auch in die Charaktere hinein. Nicht nur körperliche Kämpfe fordern den Marchese heraus, sondern auch die Auseinandersetzung mit seinen eigenen Gefühlen. Und diese sorgt ebenfalls für einige Turbulenzen. Mich hat es auf jeden Fall mitgerissen und ich freue mich schon auf die nächste Mission.

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