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Der Marchese 1 – Das Gift der Schlange

Das Gift der Schlange habe ich 2017 gelesen und da dieses Jahr der dritte Band der „Marchese“-Reihe erscheint, dachte ich mir, dass ich meine alte Rezension von damals noch mal hier hochlade. Bisschen habe ich sie nochmal angepasst und einige Sätze schöner formuliert. Vielleicht hat ja jemand von euch Lust auf einen Mantel und Degen Roman.

Autor: Barbara Drucker
Titel: Das Gift der Schlange
Seiten: 530
Reihe: Der Marchese Band 1 – abgeschlossene Storys
Verlag: Selfpublish

Inhalt: Ein manipulierter Auftrag, Intrigen, Edelmut und Verrat. Ein packender historischer Thriller um eine finstere Verschwörung und einen charismatischen Helden, zerrissen zwischen Pflichterfüllung und seinem eigenen Machtanspruch.

Morde im Fürstenhaus bringen das fragile Machtgefüge ins Wanken und rufen den Marchese auf den Plan, einen der gefährlichsten Spione Europas. Gleich bei seiner Ankunft brüskiert er den mächtigsten und skrupellosesten Mann in der Residenz und schmiedet eine riskante Allianz mit dessen schärfstem Widersacher. Als er die Spuren des Mörders aufnimmt, stößt er auf Hinweise zu einem mysteriösen Geheimbund. Die Zeit drängt, denn der Fürst liegt im Sterben, und nicht nur die beiden Rivalen wollen Einfluss auf die Thronfolge nehmen.

Die Geschichte führt uns ins 18. Jahrhundert in ein kleines, fiktives deutsches Fürstentum. Die Ankunft des Marchese sorgt für reichlich Spekulationen, denn um ihn ranken sich viele Gerüchte. Man sagt, er sei ein Spion. Doch für wen er arbeitet, bleibt lange unklar. Nicht nur für die Figuren im Buch, sondern auch für uns Leser. Es fallen die Namen verschiedenster Geheimbünde, selbst die Kirche könnte ihre Finger im Spiel haben. Sicher ist sich jedoch niemand. Ich habe richtig darauf hingefiebert, endlich zu erfahren, wem der Marchese treu ist und was genau seine Mission ist. Barbara Drucker lässt einen dabei bewusst zappeln und enthüllt die Geheimnisse nur Stück für Stück.

Den Marchese mochte ich anfangs überhaupt nicht. Er wirkte sehr von sich selbst überzeugt und ziemlich eitel. Im Laufe der Geschichte habe ich ihn jedoch besser kennengelernt und auch mehr und mehr gemocht. Zwischendurch war ich sogar hin- und hergerissen, denn die Gräfin war mir zu Beginn deutlich sympathischer. Ich hoffte sehr, dass sie das ganze Intrigen- und Machtspiel überlebt und der Marchese nicht gezwungen sein würde, ihr für seinen Auftrag zu schaden. Am Ende kam dann allerdings alles ganz anders als gedacht. Giacomo, der Diener des Marchese, hat sich dagegen schnell in mein Leserherz geschlichen. Eine treue Seele, die deutlich mehr ist als nur ein Diener.

Die Handlung und der Spannungsbogen sind für mich sehr gelungen. Marchese, Gräfin, Minister und Kardinal – sie alle spielen ihre eigenen Spiele. Nach dem Mord am Thronfolger versucht jeder, seine Macht zu sichern, indem die übrigen Kinder des Fürsten gegeneinander ausgespielt werden. Manche handeln aus purem Eigennutz, andere verfolgen größere Ziele. Zusätzlich gibt es noch einen weiteren Spion, der alles daransetzt, dass der Marchese scheitert. Warum das so ist, bleibt lange im Dunkeln, sorgt aber für einige überraschende Wendungen. Zwischen den Figuren entwickelt sich ein regelrechtes Verwirrspiel.

Der Schreibstil von Barbara Drucker passt sehr gut zur Geschichte. Besonders in actionreichen Szenen schreibt sie so, dass man die Hektik und Eile der Figuren deutlich spürt. Sie trifft einfach die richtige Stimmung Sei es im Kampf, beim Flirten mit den Hofdamen oder bei Erkundungstouren. Ein paar mehr Umgebungsbeschreibungen hätte ich mir stellenweise gewünscht, aber das ist wirklich nur eine kleine Anmerkung. Spannend fand ich außerdem, dass man als Leser teilweise mehr weiß als der Marchese selbst, was das Mitfiebern noch verstärkt hat.

Das Gift der Schlange ist ein sehr gelungener Mantel-und-Degen-Roman, der mich mit seinen Geheimnissen, Intrigen und Figuren fesseln konnte. Auch die Beziehungen zwischen den Charakteren kommen dabei nicht zu kurz.

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