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Der Marchese 3 – Der Zorn der Schlange

Werbung Für Barbara Drucker durfte ich schon vor ein paar Jahren bloggen und ihre Bücher beim Release unterstützen. Daher hat es mich sehr gefreut, als sie mich gefragt hatte, ob ich den dritten Band der Marchese Reihe rezensieren möchte. Natürlich habe ich ja gesagt. Hier geht es lang zu meiner Rezension vom ersten Band.

Autor: Barbara Drucker
Titel: Der Zorn der Schlange
Reihe: Der Marchese – Band 3
Verlag: Selfpublish

Inhalt: Sein Fluch: Schuld und Sühne. Das Opfer: Sein ältester Freund
Die schweren Türen schließen sich vor dem Marchese, der Rat des Schlangenordens sitzt über ihn zu Gericht. Im Zorn trifft er eine folgenschwere Entscheidung, mit der er nicht nur sämtliche Gewissheiten im Geheimbund aus den Angeln hebt, sondern auch einen seiner ältesten Freunde in Lebensgefahr bringt.
Anstatt den Auftrag zu übernehmen, der Federigo den Rücken decken soll, spinnt der Marchese seine eigene Intrige, um im Strudel von Machtpolitik, Schuldgefühlen und einer privaten Tragödie nicht selbst unterzugehen. Doch in Passau fallen immer mehr Priester einer rätselhaften Mordserie zum Opfer, und Federigo ist als Priester getarnt.

Die Marchese Reihe ist, entgegen meinem üblichen Beuteschema keine Fantasy, sondern ein historischer Thriller. In jedem Band begeleiten wir den Marchese auf ein Abenteuer. Theoretisch lassen sich die Bände unabhängig lesen, aber ich würde davon abraten, einfach mit dem dritten Band anzufangen. Man trifft nämlich nicht nur viele alte Bekannte wieder, sondern der Marchese hat auch zum ersten Band eine deutliche Entwicklung hingelegt. Ebenso würde man sich hinsichtlich der Beziehungen zu anderen Personen und den Geschehnissen der vorherigen Bände spoilern.

Zu Beginn des dritten Bandes muss sich unser Meisterspion vor dem Rat des Schlangenordens hinsichtlich seiner Entscheidungen und Taten aus dem zweiten Band verantworten. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Die ersten Intrigen von anderen werden ersichtlich und der Marchese zeigt kurz darauf eine verletztlichere Seite als mir zuvor bekannt war. Besonders gefreut habe ich mich auf das Wiedersehen mit der Gräfin von Rostow. Charlotte gehört zu meinen Lieblingspersonen im Buch. Sie ist eine wahnsinnig starke weibliche Figur, die sich in ihrer Zeit gegen das männliche Herrscherdünkel gekonnt auflehnt ohne einen Skandal zu beschwören. Was sie jedoch hier im Buch erleben muss, kann ich der Autorin aber nicht so ganz verzeihen. Aktuell ist das auch einer meiner Triggerpunkte und ich musste nach der Szene im Gasthaus das Buch erstmal zur Seite legen.

Für Der Zorn der Schlange habe ich nicht nur deswegen ein paar mehr Tage zum Lesen gebraucht als sonst bei mir üblich. Der Schreibstil ist sehr „dicht“. Jedes Wort ist wichtig. Hier ist kein Satz ein Lückenfüller, sondern treibt die Geschichte stehts voran. Wenn man nicht aufpasst, verpasst man eine wichtige Information, die in den nächsten Kapiteln wichtig sein könnte.

Die Handlung selbst bleibt durchgehend spannend. Einerseits, weil ich irgendwann wirklich ungeduldig wurde, bis sich der Marchese endlich zu Federigo aufmacht. Ich ehrlich gesagt ein wenig Angst um ihn. Andererseits, weil die Weisen des Ordens ihre eigenen Intrigen spinnen und versuchen, Einfluss auf ihn zu nehmen. Es deutet sich an, dass der Geheimbund noch einige Veränderungen im nächsten Band durchlaufen wird.

Und auch die Beziehung zwischen Charlotte und dem Marchese entwickelt sich weiter und erreicht eine neue Ebene, die der Geschichte zusätzliche emotionale Tiefe gibt.

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