Werbung | Rezensionsexemplar
Eine Irin im viktorianischen England und magische Kräfte sowie Orte… das wollte ich unbedingt lesen und hatte mich bei der Autorin gemeldet, als sie ihren Blogtouraufruf gestartet hatte.
Autor: Nadine Hofstetter
Titel: Blood & Silver – Ruf des Silberfuchses
Reihe: Dilogie, Band 1
Seiten: 450
Verlag: Pumpkinpie Verlag, aber demnächst im Selfpublish
Inhalt: Die junge Irin Catherine O‘Connell möchte studieren und nicht heiraten. Doch ihre kühnen Zukunftspläne stürzen in sich zusammen, als besondere Kräfte in ihr erwachen. Was sie nicht ahnt: Ihr Schicksal wurde schon vor langer Zeit im magischen Silberwald vorherbestimmt. Hals über Kopf flieht sie nach England, um inkognito nach ihren magischen Wurzeln zu suchen. Dort begegnet sie James Winter, einem zwielichtigen Halbsterblichen. Schnell macht er es sich zur Aufgabe, Catherine vor jenen Mächten zu schützen, die es auf ihr Blut abgesehen haben. Zwischen Catherine und James entsteht eine geheimnisvolle Anziehung, doch eine düstere Prophezeiung verbietet es ihnen, sich näher zu kommen. Bald weiß Catherine nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Denn im Verborgenen lauert nicht nur der Geist des Silberfuchses, sondern auch der gefährliche ›Mann ohne Gesicht‹.
Was mir gefiel
Catherine ist eine sympathische junge Frau, die sich den Regeln der damaligen adeligen Gesellschaft nicht beugen will. Da sie ihren Vater nie kennengelernt hat und ihre Mutter früh gestorben ist, wächst sie bei ihrer Oma auf. Sie weiß nichts von ihrem magischen Erbe und ist daher zu Beginn total überfordert. Aber auch mutig genug ihre Vergangenheit erforschen zu wollen. Und so landen wir in England. Was ihre magischen Kräfte angeht, werden hier interessante Hinweise gegeben und viele Fragen entstehen. Und ein fragestellender Leser ist doch super. Denn dann will man ja auch die Antworten wissen, und bleibt am Ball.
In England lernen wir dann auch die Halbsterblichen kennen. Jemand wie James und sein Vater. Das Konzept dahinter klingt interessant. Es wird hier im Band noch nicht alles darüber verraten. Zum Beispiel warum die Halbsterblichkeit nur an die Söhne weitergegeben wird und nicht an die Töchter. Vorurteile? Oder steckt da etwas Gefährliches hinter?
Die Magie ist nicht Teil der offenen Gesellschaft. Sie wird geheimgehalten. Der Prolog hatte schon ziemlich neugierig gemacht, auf die magische Gesellschaft und auf den Silberwald. Ist dieser wirklich gefährlich? Verstehen die anderen ihn nur nicht? Oder braucht Catherine das Wissen, was ihr Vater ihr nicht mehr mitteilen konnte, um ihr Schicksal unbeschadet zu erfüllen? Und was ist das überhaupt für ein Schicksal?
Spannung soll auch durch den Mann ohne Gesicht aufgebaut werden. Ein Jäger, der Frauen das Blut abzapft.. Gänsehaut Typ im negativen Sinne. Und dann kommt er Catherine auch noch gefährlich nah. Da hatte ich einen kleinen „Du das bloß nicht“-Moment und wollte Catherine am liebsten eine Warnung zukommen lassen.
Was mir nicht gefiel
Im Allgemeinen konnte mich dieser erste Band aber nicht so einfangen, dass ich den nächsten lesen möchte. Trotz der unbeantworteten Fragen. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn es ein dicker Schinken wäre. In diesem Band wird alles aufgebaut. Man erfährt, worum es geht, welche Akteure mitspielen. Erste romantische Tendenzen werden sichtbar und auch erste Infos über die Magie. Aber mir persönlich fehlte irgendwie ein Punkt, der mich einfing. Ein „Oh f*ck, dass ist jetzt nicht wirklich passiert“-Moment oder eine „Was? Das ist ein Teil des Geheimnis .. gib mir mehr davon“-Szene. Mir war dieser erste Teil zu ruhig. Wäre es ein dicker Schinken, hätte ich einfach weitergelesen und tada .. da wäre vermutlich das, was ich hier vermisse. Aber das ist es nun Mal nicht und so gibt es bei mir kein emotionales Hinfiebern auf den nächsten Teil.
