Werbung: Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. The Ordeals hat mir richtig gut gefallen, auch wenn ich meine Kinder niemals dahin lassen würde. Die Aufnahmeprüfungen der Akademie sind einfach zu tödlich.
Autor: Rachel Greenlaw
Titel: The Ordeals
Reihe: Killmarth Academy Band 1
Seiten: 480
Verlag: Klett CottaInhalt: Sophia ist seit ihrer Kindheit an ihren grausamen Onkel, den Sammler, gebunden, nachdem er einen Blutsbund von ihr gefordert hat. Als sie von Killmarth erfährt, einer Elite-Akademie für Magiebegabte außerhalb der Kontrolle des Sammlers, sieht sie darin ihre Chance, sich von ihm zu befreien. Aber um dort aufgenommen zu werden, muss sie in brutalen Prüfungen gegen andere Illusionisten, Maskierer, Botaniker und Alchemisten antreten. Nur die Mächtigsten werden diese »Ordeals« überleben. Sophia weiß, dass ihre Fähigkeiten als Illusionistin zu schwach sind und tut sich mit dem mächtigen (und unerträglich attraktiven) Botaniker, Alden Locke, zusammen. Um lebend herauszukommen, muss sie ihre Magie stärken und herausfinden, wer Rivale und wer Verbündeter ist. Denn jetzt muss sie nicht nur ihr Herz schützen, sondern auch ihr Leben. Ist Sophia in ihrer Eile, dem Sammler zu entkommen, direkt in eine tödliche Falle geflüchtet?
Bei den meisten Büchern gehe ich davon aus, dass der „Kern“ überlebt. Egal mit was sich die Personen rumschlagen müssen. Hier darf man nicht damit rechnen und ich sorge mich jetzt schon, um Sophia und ihre Freunde, die sie in Killmarth gefunden hat, wenn es in Band 2 mit der Story weitergeht. Denn diese Dilogie will ich auf jedenfall beenden.
Die ganze Story wirkt düster, selbst schöne Momente sind überschattet und Sophia muss über sich hinauswachsen, wenn sie die Ordeals überleben will. Die Entwicklung von ihr gefiel mir. Dass sie sich selbst treu bleibt, trotz der Gefahren. Dass sie nicht die moralische Heldin ist, die alles verzeiht und jeden rettet. Dass sie an sich zweifelt, Fehler eingesteht, … sie wirkte glaubwürdig auf mich. Alden Locke, ihr Partner bei den Ordeals hingegen blieb bis zum Ende für mich zu blass. Ja, man erfährt etwas über seine Vergangenheit, aber so richtig tief in seinen Charakter konnte ich nicht eintauchen. Da er im Gegensatz zu anderen Charakteren für Sophias Entwicklung stark ausschlaggebend ist, finde ich das schade.
Das Worldbuiling ist interessant. Besonders das Magiesystem hat schnell mein Interesse geweckt und ich habe mich über jede neue Information gefreut. Da wird es in Band 2 sicher noch mehr zu entdecken geben. Auch zu den Konflikten zwischen den Ländern, die hier nur angerissen wurde, erwarte ich noch ein großes Input. Aber da es sich im ersten Band hauptsächlich um die Ordeals dreht, kann ich verschmerzen, dass dies und andere Dinge ohne weitere Tiefe erwähnt wurden. Jedoch ausreichend, um zu zeigen, dass wir hier noch einiges erwarten dürfen.
Wenn ich die Zeit gehabt hätte, hätte ich das Buch an einem Tag verschlungen. Aber solch einen Lesemarathon lässt mein Alltag gerade nicht zu. Ich fand es spannend, Sophia an die Akademie zu beleiten. Habe bei den Ordeals mitgefiebert, ob sie es schafft und mir um liebgewonnene Personen Sorgen gemacht. Denn die Prüfungen sind tödlich. Wieso die einflussreichen Familien es zulassen, dass ihre Kinder bei den Aufnahmeprüfungen sterben, habe ich allerdings nicht verstanden. Und ehrlich gesagt, verstehe ich auch am Ende nicht, wieso die Krone so viel Potenzial sterben lässt, obwohl sie wissen, was in der Zukunft auf die Magier und andere lauert.
Und in diesem Sinne, denke ich auch zu wissen, dass mir Band 2 gefallen wird und freue mich jetzt schon auf sein Erscheinen.
