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Der Schwur der Regency-Ladys 1 – Das Angebot des Earls

Werbung Da lese ich das Wort „Regency“ und schwupps bin ich interessiert. Seit ich die Werke von Jane Austen gelesen habe, tauche ich immer wieder gerne in diese Ära ein. Und hier findet man nun den ersten Band einer dreiteiligen Reihe.

Autor: Melissa David
Titel: Das Angebot des Earl
Reihe: Der Schwur der Regency Ladys
Verlag: Valmis Verlag

Inhalt: Lady Amelia Fairmere will aus Liebe heiraten oder gar nicht. Doch ihr Vater sieht in ihrer Ehe die letzte Chance den finanziellen Ruin ihrer Familie zu verhindern. Der Mann, den er für sie gewählt hat, ist Sir Cedric Longford. Ein Emporkömmling mit makellosem Auftreten, dessen gefährliche Absichten sich erst allmählich zeigen.
Nathaniel Ashbury, Earl of Waverly ist bekannt für seine Zurückhaltung. Gefühle ordnet er der Pflicht unter. Als er Amelia näher kennenlernt, gerät dieses Weltbild jedoch ins Wanken.
Zwischen prunkvollen Bällen, bedeutungsschweren Gesprächen und heimlichen Begegnungen wächst eine Nähe, die beide herausfordert. Während Amelia um ihre Freiheit kämpft, muss Nathaniel sich fragen, wie weit er bereit ist zu gehen, um das Richtige zu tun.

Zu Beginn treffen wir kurz auf die drei Freundinnen, die sich schwören nur aus Liebe zu heiraten. Etwas, was in ihrer Zeit nicht Gang und gäbe war. Auch Amelia lernt schnell, dass ihr Vater auf ihre Gefühle keine Rücksicht nimmt. Ist doch Sir Cedric Longford finanziell gut aufgestellt und verspricht schnellen Reichtum für Lord Fairmere.

Amelia tat mir sehr leid. Sie und Mr Longford passen überhaupt nicht zusammen. Amelia ist klug, belesen, liebt die Freiheit, die man den Frauen zur damaligen Zeit erlaubt und wünscht sich noch mehr davon. Cedric Longford hingegen ist einfach nur ein Sexist, der sich selbst am nächsten ist. Da hoffte man doch schnell auf Nathaniel als Retter, allerdings ist auch er den gesellschaftlichen Zwängen ausgeliefert und hat eigentlich auch so gar kein Interesse an einer Heirat. Ich bin erst spät mit ihm warm geworden, aber ausgehend von den sozialen Regeln zu der Zeit, war sein Verhalten glaubwürdig.

Die Story baut sich schön auf. Auch für Neuleser werden die Regeln der Gesellschaft und was es bedeuten würde, sich dagegen aufzulehnen, schnell ersichtlich. Die Hoffnung auf das eigene Glück unter den strengen Regeln des Ton1 macht für mich einen Regency Roman spannend. Genau das macht für mich den Reiz aus: Wie wird die Autorin das auflösen? Wie wird ein Skandal umschifft oder die Wogen wieder geglättet? Melissa David schafft das in meinen Augen sehr authentisch. Amelia tut nicht einfach was ihr gefällt. Sie agiert innerhalb der sozialen Normen, was oft wie eine Gradwanderung wirkte.

Das Angebot des Earls, der erste Band der Reihe „Der Schwur der Regency-Ladys“, hat mir insgesamt viel Spaß gemacht und ich bin gespannt auf Band zwei. Denn wenn ich das Ende richtig deute, bahnt sich für eine der Freundinnen schon der nächste Skandal an. Wer Regency-Romane mag, in denen gesellschaftliche Zwänge eine große Rolle spielen und Figuren nicht einfach ausbrechen, sondern innerhalb dieser Grenzen handeln, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

  1. Londoner High Society zu Zeiten der Regency Ära, die aus Adeligen und Reichen bestand und über Mode, Etikette und soziale Normen entschied. ↩︎

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