Werbung „The Faraway Inn“ stand auf meiner Wunschliste, seit dem ich es im Verlagsprogramm entdeckt hatte. Von der Autorin Sarah Beth Durst habe ich schon die ersten beiden Bände der Reihe Die Königinnen von Renthia gelesen und war nun sehr gespannt, wie ein Cozy Roman von ihr aussehen wird. Und dann tauchte es auf einmal bei Netgalley auf. Ja, was soll ich sagen, da habe ich direkt eine Anfrage gestellt und mich sehr über die Zusage gefreut.
Autorin: Sarah Beth Durst
Titel: The Faraway Inn
Reihe: Nein
Seiten: 400
Verlag: Loewe Verlag
Inhalt: Als ihr Ex ihr das Herz bricht und ihre Sommerpläne ins Wasser fallen, beschließt Calisa, die Ferien im B&B ihrer Großtante zu verbringen. Doch als sie dort ankommt, ist nichts wie erwartet. Das Inn ist in einem miserablen Zustand, die Gäste verhalten sich seltsam und ihre Großtante möchte sie gar nicht dahaben. Entschlossen, zu bleiben und das B&B wieder auf Vordermann zu bringen, macht sich Calisa an die Arbeit. Dabei nähert sie sich nicht nur Jack, dem Sohn des Verwalters, an, sondern kommt auch dem magischen Geheimnis des Orts auf die Spur.
Wir haben es hier mit einer jungen Prota zu tun, die sich eigentlich nur in den Sommerferien von ihrem Herzschmerz erholen möchte, um sich anschließend auf die Collegebewerbung konzentrieren zu können. Calisa empfand ich als jemanden, den ich als Freundin haben wollen würde. Sie ist verantwortungsbewusst, neugierig, scheut sich nicht vor Arbeit und hört zu. Sie ist mutig und gibt nicht auf. Was bei dem Geheimnis des Inns gute Eigenschaften sind. Ich glaube ohne die Eigenschaften hätte die Geschichte schon geendet bevor sie überhaupt begonnen hat. Die Ablehnung der Großtante hätte bestimmt nicht jeder so gehandhabt wie sie es getan hat. Jack hat mich überrascht. Seine Art ist zurückhaltend, vorsichtig und vielleicht auch etwas träumerisch. In der ersten Szene mit ihm reagiert er gang und gar anders, als ich es erwartet habe. Das war liebenswert, aber wirkte in dem Moment auch etwas sonderbar.
Die Liebesgeschichte bleibt hier eher im Hintergrund. Kein dramatischen Gejammer oder irgendwelche Missverständnisse. Die Gefühle wachsen im Hintergrund, während man mit Calisa zusammen, dass Geheimnis des Inns entdeckt. Und dieses Geheimnis lädt wirklich zum Träumen ein. Die Magie dahinter brauchte keine langen Erklärungen. Sie war einfach da und hat mich verzaubert. Wo kann ich Urlaub in diesem Inn buchen? Oder vielleicht lieber dort arbeiten und „Besorgungen“ erledigen müssen.
Es gibt hier keine großen Actionszenen, aber das darf man bei einem CozyRoman ja auch erwarten. Der Zauber liegt in der Ruhe. Sich einfach in dieses magische Abenteuer fallen zu lassen. Die Gäste mit ihren Eigenarten kennen und lieben zu lernen.
Ich konnte mich richtig gut fallen lassen beim Lesen. Man findet mit diesem Buch wie die Gäste des Inns einen Ort, wo man einfach mal Pause machen kann vom Alltag. Ohne Stress und Hektik.
