Werbung | Eine Geschichte, in der Gefühle als Nahrung dient, Macht offen ausgespielt wird und Sicherheit nur eine Illusion ist. Kardia ist kein Buch, das es dem Leser leicht macht. Im Gegenteil, die Geschichte fordert einen heraus. Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Autor: T. J. Morosis
Titel: Kardia – Hasse uns
Seiten (Print): 560
Reihe: Mallory Academy – 1 von 4
Verlag: Whisper Publishing
Inhalt: Eine Akademie der Dämonen. Eine Seele voller Kunst. Und ein Hunger, der alles verschlingt. Um das Leben ihrer Schwester zu retten, verkauft Alys ihr eigenes – an Aron, einen Daemon und Professor an der Mallory, der Universität, an der sich seinesgleichen von den Gefühlen ihrer menschlichen Schüler nähren. Zwischen Farben, Regeln und dunklem Verlangen entwickelt sich eine verbotene Anziehung. Doch an der Mallory herrschen vier mächtige Daemonfamilien und an jedem Vollmond wird ein Mensch zur Beute einer grausamen Jagd. Als Alys selbst zum Ziel wird, bleibt ihr nur ein Pakt mit Samael, ihrem einstigen Freund. Doch diese Rettung weckt die Gier, denn Aron und Samael sind nicht die Einzigen, die sich nach ihr verzehren. Doch wie viel wird von ihr wird übrig sein, wenn das Spiel um ihr Herz entschieden ist?
Der Einstieg in die Geschichte war für mich eher zäh. Im Zentrum steht Alys, die an die Mallory gebracht wird, eine Akademie, an der Menschen das Eigentum von Daemonen sind und ihre Emotionen als Nahrung dienen. Es dauerte, bis ich wirklich in der Welt angekommen bin und eine Verbindung zu Alys aufbauen konnte. Am Anfang war alles etwas verworren und da ich mich weigere Glossare zu nutzen, da ich persönlich der Meinung bin, dass Dinge so in die Geschichte eingebaut werden sollten, dass man ein Glossar gar nicht braucht, weiß ich auch nicht, ob mir das geholfen hätte, mich schneller zurecht zu finden. Nach ungefähr einem Drittel des Buches habe ich mich dann aber endlich in die Story fallen lassen können.
Was mir besonders hängen geblieben ist, ist die moralische Grauzone, in der sich alle Figuren bewegen. Niemand ist eindeutig Täter oder Opfer. Am Ende stellt sich weniger die Frage, wer die Daemonen sind, sondern ob sie wirklich grausamer handeln als die Menschen um sie herum. Allein der Anfang des Buches hat die Abgründe eines Menschen gezeigt.
Romantische und erotische Elemente sind vorhanden, drängen sich aber nicht in den Vordergrund. Da dies mein erster Reverse-Harem-Roman ist und ich diesbezüglich etwas anderes erwartet hatte, war ich überrascht.
Kardia ist ein Auftaktband, der bewusst viele Fragen offenlässt. Nicht alles hat mich überzeugt, aber die Atmosphäre, das Konzept und der abschließende Cliffhanger machen neugierig darauf, wohin diese Geschichte noch führen wird.
