Du betrachtest gerade The Icebound Kingdom … die Handlung war unvorhersehbar

The Icebound Kingdom … die Handlung war unvorhersehbar

Werbung | Rezensionsexemplar | Netgalley
Passend zum Wetter da draußen, habe ich mich vorgestern Abend an „The Icebound Kingdom“ gesetzt und und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Bei 320 Seiten ist das ja auch machbar. Auch wenn ich dadurch viel zu spät ins Bett gekommen bin.

Autor: Juno Reeves
Titel: The Icebound Kingdom
Reihe: nein
Verlag: PiperVerlag

Inhalt: Im Dorf Calispino herrscht ewiger Winter, heraufbeschworen von einem Elementargeist des Eises, dem tyrannischen »Dunklen Fürsten«. Yolando, sein Halbbruder, ein Elementar des Windes, hilft den notleidenden Bewohnern heimlich. Die junge Seilerin Izra ist nach einer gescheiterten Verlobung das Gespött des Dorfes. Da bietet Yolando ihr einen Ausweg: Sie soll den Dunklen Fürsten verführen, um ihn zu hintergehen und zu töten. Izra stimmt zu, doch hat Yolando ihr die ganze Wahrheit gesagt? Sie gerät in ein Netz aus Intrigen und Leidenschaft, das tödlicher ist, als sie es sich je hätte träumen lassen.

Der Einstieg war gewöhnungsbedürftig. Zum einen musste ich mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen. Es las sich so, als ob Izra ihre Geschichte aufschreiben würde. Am Ende, wenn wir in die Gegenwart kommen, ändert sich die Zeit auch vom Präteritum zum Präsens. Zum anderen lernt man direkt am Anfang ihren Bondage-Kink kennen. Der Grund, warum sie überhaupt zum Gespött ihres Dorfes wird. Die sind was Sex angeht sehr engstirnig.

Nachdem man sich an den Erzählstil gewöhnt hat und einige komische Satzkonstruktionen überliest, kommt sehr gut durch das Buch durch. Die Handlung selbst war für mich nicht vorhersehbar. Der Dunkle Fürst und sein Bruder Yolando überrraschen und erst am Ende des Buches kann man die Bruder wirklich einschätzen.

Izra ist da schneller zu durchschauen. Ich fand ihre Entwicklung toll. Sie hält sich zu Beginn ausgehend durch ihre sexuellen Vorlieben für falsch. Was durch das Verhalten ihres Dorf nur verstärkt wird. Erst im Laufe der Geschichte lernt sie, dass sie sich nicht schämen muss und es durchaus Leute gibt, die sie nicht verurteilen.

Wie schon erwähnt, konnte ich den Plotverlauf nicht vorhersehen. Klar, durch die Tropes wird man ja doch irgendwie immer gespoilert und man weiß, dass sich Izra und der dunkle Fürst verlieben, aber die Art wie dieses verliebt sein, geschieht, gefiel mir. Und mir gefiel auch, wie sich der Zwiespalt zwischen ihren Gefühlen zum Lord und dem Wunsch ihr Dorf und alle darin zu retten, indem sie in ermordet, dargestellt wird.

Das Ende war dann ein Höhepunkt. Hier passiert auf einmal so viel und Geheimnisse werden entdeckt. Und dann Ende. Ich musste da wirklich nochmal schauen, ob dieser Band wirklich als Einzelband beworben wurde. Aber wie es scheint wird man nicht erfahren, wie es weitergeht. Und irgendwie finde ich das doof. Es kommt mir so vor als hätte man mich in die Richtung eines epischen Kampfes zwischen den Elementkindern geführt, nur um mich dann kurz davor stehen zu lassen. Vielleicht überlegt sich das Autorenduo das nochmal.

Schreibe einen Kommentar