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Till the End of the Moon 1 – Verdorbenes Herz … ein herausforderndes Buch

Werbung | Rezensionsexemplar
Ich habe den ersten Band als eBook gelesen, und obwohl das Glossar hilfreich ist, war es im ebook nicht sonderlich gut zu erreichen. Das ständige Hin- und Herspringen hat meinen Lesefluss so sehr gestört, dass ich es irgendwann gelassen und im Notfall lieber Begriffe gegoogelt habe.

Autor: Teng Luo Wei Zhi
Titel: Verdorbenes Herz
Reihe: Till the End of the Moon 1
Verlag: Bramble Books

Um die Welt vor dem bösen Dämonengott Tantai Jin zu retten, reist Li Susu, die Tochter des Oberhaupts der Hengyang-Schule, 500 Jahre in die Vergangenheit. Ihre Aufgabe ist es, den sterblichen Tantai Jin zu finden und ihn daran zu hindern, dem Bösen anheimzufallen. An ihrem Ziel angekommen, schlüpft sie in den Körper von Ye Xiwu, der tyrannischen Tochter eines mächtigen Generals. Doch Ye Xiwu ist  – ohne dass Li Susu es ahnt – mit Tantai Jin verheiratet, der in dieser Zeit noch ein Prinz aus Zhou ist, der als Geisel am Königshof lebt.

Li Susus Mission gerät ernsthaft in Gefahr, als sie Tantai Jin kennenlernt – und mitansehen muss, welches Unrecht ihm täglich widerfährt. Schon bald muss sie sich fragen, ob Tantai Jin schon immer dazu bestimmt war, zum Dämonengott zu werden, oder ob ihn erst sein Schicksal zum Teufel gemacht hat. 

Doch während die beiden allmählich ein verbotenes Interesse aneinander entwickeln, gerät die Welt in immer größere Gefahr…

Der Einstieg gelang mir erstaunlich gut, was ich nicht gedacht habe. Vermutlich lag es daran, weil ich früher ein paar chinesische Serien geschaut habe und dadurch bereits mit Namen, Titeln, Hierarchien und der historischen Lebensweise bekannt war. Ohne diesen Hintergrund könnte der Anfang deutlich fordernder wirken, denn die Welt und ihre Figuren werden recht schnell und umfangreich eingeführt. Schon allein das Glossar zeigt, dass die Autorin bestimmtes Wissen voraussetzt und es nicht für „westliche“ Leser erklärt.

Li Susu mochte ich von Beginn an. Sie wirkt ruhig, überlegt, aber entschlossen. Tantai Jin dagegen bleibt ein Rätsel. Er war mal verletzlich und unterwürfig, und dann wieder kalt und bedrohlich. Besonders berührt haben mich die Rückblenden zu Tantai Jins Kindheit. Die Gewalt, die er damals ertragen musste, hat mich wirklich getroffen, und in diesen Momenten tat er mir wahnsinnig leid. Als Erwachsener hat er aber dann wenig Sympathiepunkte sammeln können.

Die Beziehung zwischen Li Susu und Tantai Jin ist eindeutig als „Enemies to Lovers“ angelegt, allerdings zeigt dieser Band wirklich nur den Anfang dieses Weges. Slow Burn meint hier tatsächlich Slow Burn. Hier wird Interesse geweckt. Gezeigt, dass der Feind auch andere Seiten hat als die Bekannten. Von Liebe ist in Band 1 aber noch keine Spur zu finden.

Kurzeitig wurde mir die Story für meinen Geschmack zu langsam, und viele Szenen fühlten sich für mich wie Wiederholungen an – vor allem jene, die zeigen sollen, dass Tantai Jin nicht wie andere empfindet. Dass er keine Empathie hat, Leid schweigend erträgt und seine Vergeltung kalt plant, wird in vielen verschiedenen Szenen gezeigt. Aber bereits nach den ersten entsprechenden Szenen war mir klar, wie sein Charakter funktioniert, sodass die Wiederholungen mich etwas gelangweilt haben. Das Ende fand ich hingegen wieder stark. Vor allem Li Susus Reise, um herauszufinden, wie man den Dämonenknochen entfernen kann, gefiel mir. Inbesondere die chinesische Mythologie und Wesen daraus waren sehr interessant. Auch gegenüber Gewalt und blutigen unschönen Szenen sollte man nichts haben, wenn man dieses Buch liest.

Ob ich die nächsten Bände lesen werde, weiß ich noch nicht. So ganz hat es mich nicht packen können. Vielleicht schaue ich mal in die Verfilmung rein.

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