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Evermind – Sie kennt dich … und sie sieht dich überall

Werbung | Rezensionsexemplar
Bei Dystopien bin ich wählerisch, aber „Evermind – Sie kennt dich“ hat mich direkt angesprochen. Daher war ich auch sehr dankbar, dass ich das Buch in meinem Briefkasten gefunden habe. Und es hat mich nicht enttäuscht.

Autor: Melissa C. Hill
Titel: Evermind – Sie kennt dich
Reihe: nein
Verlag: Oetinger Verlag

Inhalt: Eigentlich sollte Livia das perfekte Leben führen. Schließlich wurde ihre Zukunft von MAM berechnet, einer Künstlichen Intelligenz, die die Menschheit vor 200 Jahren vor dem Untergang rettete und seither das Leben aller gestaltet. Ihre Freizeit verbringt Livia in den Sims, täuschend echten Simulationen, in denen die Welt vor der Klimakrise nachgestellt wird. Auch ihren Job als Krankenpflegerin verdankt sie MAM. Doch Livia beschleicht das Gefühl, dass MAM bei ihrer Berufswahl einen Fehler gemacht hat – und dass sich hinter der Fassade ihrer perfekten Gesellschaft ein dunkles Geheimnis verbirgt. Wieso erkennt ihre Freundin Anouk sie plötzlich nicht mehr? Warum will sich der mysteriöse Cassian immer wieder mit ihr treffen? Und wieso spielen ihre Gefühle jedes Mal verrückt, wenn er sie ansieht? Zu spät merkt Livia, dass es kaum etwas gibt, das MAM nicht erfährt…

„Evermind – Sie kennt dich“ ist ein Jugendbuch und für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Obwohl ich 20 Jahre älter bin, hat es auch mir sehr gut gefallen. Wäre es ein Buch für Erwachsene hätte ich mir einige Dinge anders/ausführlicher gewünscht, aber für die Zielgruppe wird die Gefahr von einer KI, der man zu viel Macht gab, deutlich genug beschrieben. Mit Livia, die eine Level 2 ist, lernen wir die unterirdische Stadt und die Gesellschaft der Zukunft kennen. Alles wird von MAM bestimmt. Der Beruf, die Essenszusammensetzung, das Trainingsprogramm, wer welchen Bereich der Stadt betreten darf, usw. Livia und alle anderen stehen unter Dauerbeobachtung und alle finden es gut. Schon allein nach diesen Infos, schauerte es mich. Aber es wird noch schlimmer! Schnell werden dem Leser Ungereimtheiten deutlich. Dinge, die besorgniserregend sind. Und auch Livia wird wachgerüttelt und fängt an, MAM zu hinterfragen. Die Art und Weise, wie ihr Stück für Stück die Augen geöffnet werden, fand ich gelungen. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig und ich denke, dass sich jüngere Leser gut mit ihr identifizieren können.

Oder vielleicht auch mit Cassian? Eher Typ Rebell im Untergrund, der weiß, wie man Dinge vor MAM verstecken kann. Ich glaube, mein 14jähriges Ich hätte damals Gefallen an ihm gefunden. Die romantischen Gefühle, die Livia für ihn entwickelt, fand ich sehr schön dargestellt. Vor allem, da der Liebesanteil nicht die Hauptstory in den Hintergrund drängt.

Ich muss allerdings gestehen, dass mir eine Sache am Ende ein bisschen merkwürdig vorkam. Gerne hätte ich hier gewusst, wieso MAM so handelt.

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